
Visualisierung © monokrom
Modellvorhaben Neue Mitte Südost Erfurt
Wettbewerb, 2025
mit A24 Landschaft
Und EiSat Engineered Structures
und VIC | Verkehrs- und Ingenieurbau Consult
Jahr 2024
Nutzung Öffentlicher Raum und Verkehrsanlagen
Im Mittelpunkt des Entwurfs steht ein neues Brückenbauwerk zwischen Wiesenhügel und Herrenberg, das nicht nur einen topografischen Einschnitt überwindet, sondern zugleich eine neue Mitte für zwei bislang getrennte Stadtteile schafft. Die Brücke wird dabei nicht als reines Verkehrsbauwerk verstanden, sondern als begehbarer Freiraum – als verbindender Ort mit eigener Identität, der Stadt, Landschaft und Nachbarschaften miteinander verknüpft.

Über Stege, Aufzüge und barrierefreie Wege wird der Talraum neu aktiviert und als Treffpunkt, Aufenthaltszone, Spielort, Aussichtspunkt und grünes Rückgrat des Quartiers erfahrbar gemacht. Der sogenannte „Höhenweg“ wird zu einem weithin sichtbaren städtebaulichen Zeichen. Seine filigrane Fachwerkkonstruktion interpretiert klassische Brückenarchitektur neu – transparent, leicht und durchgrünt. Rankpflanzen verwandeln das Tragwerk in eine begehbare Gartenskulptur.
Im Zentrum entsteht ein neuer Stadtplatz, der verschiedene Programme bündelt: Straßenbahn, Café, Sporthalle, Spiel- und Grünflächen. Die Ebene 01 verbindet rollstuhlgerecht die Promenade am Herrenberg-Zentrum mit dem Platz, während der Höhenweg von beiden Seiten des Tals direkt dorthin führt. Die Brücke schafft dabei nicht nur Zugang, sondern auch Raum: Aufenthaltsnischen, Aussichtsbalkone, Spielzonen und eine „hängende Spielterrasse“ über der Sporthalle zeigen das Potenzial eines vertikal organisierten Freiraums.

Im Zuge der „Neuen Mitte Südost“ wird auch die bisher autozentrierte Kreuzung von Kranichfelder Straße und Haarbergstraße zu einem multimodalen Stadtbaustein umgebaut. Bestehende Rampenstrukturen werden zurückgebaut, der Straßenraum neu organisiert und zugunsten von Fuß- und Radverkehr sowie Aufenthaltsqualität neu verteilt. Ein Kreisverkehr verknüpft den Kfz-, Rad- und Straßenbahnverkehr effizient miteinander. Die neue Straßenbahnhaltestelle wird zentral zwischen Kaufland und Stadtplatz positioniert und direkt an die Brücke angebunden. Sichere Querungen sowie durchgängige Rad- und Fußwege ergänzen das System.


Es entsteht ein klar strukturierter Verkehrsraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Statt reiner Infrastruktur entwickelt sich ein offenes, durchlässiges Raumkontinuum. Die Brücke wird zur Adresse und Promenade – zu einem neuen Element der Erfurter Skyline und zu einem Ort für Begegnung, Bewegung und Nachbarschaft.
Das Bauwerk selbst wird zu einem wichtigen Freiraum. Aufenthaltsbereiche, Aussichtspunkte sowie Spiel- und Sportangebote sind direkt in die Konstruktion integriert und lassen einen multicodierten, dreidimensionalen Stadtraum entstehen. Gleichzeitig entwickelt sich die Brücke zu einem vertikalen Garten: Rankpflanzen nutzen die Konstruktion als Rankhilfe und verwandeln das Tragwerk in eine lebendige grüne Struktur.

Das Tragwerk ist als modulare Stahlkonstruktion mit einem Raster von 4,40 m konzipiert. Filigrane Fachwerkrahmen ermöglichen große Spannweiten bei geringer Bauhöhe und reduzieren Eingriffe in den Bestand. Vorgefertigte Bauteile sorgen für kurze Bauzeiten und eine montagefreundliche Umsetzung. Das Tragwerk ist langlebig, wartungsarm und transparent gestaltet, was zugleich zur sozialen Sicherheit im Raum beiträgt. Alle verwendeten Materialien sind recycelbar, die Konstruktion ist modular rückbaubar und integraler Bestandteil eines nachhaltigen Gesamtkonzepts aus Entwässerung, Oberflächenschutz und Begrünung.
Bereits durch die Positionierung des Bauwerks entstehen neue Raumkanten und eine klare Struktur der Freiräume. Orte zum Verweilen, für spontane Begegnungen, Sport oder gemeinschaftliches Gärtnern werden miteinander verbunden. Sobald man das Bauwerk betritt – am Herrenberg, am Wiesenhügel oder am Stadtplatz – befindet man sich bereits in der neuen Mitte.

Unter dem Höhenweg entsteht mit dem „Offenen Garten“ ein ruhiger Rückzugsraum. Arkaden, Sitzstufen und Bewegungsangebote schaffen Raum für Urban Gardening, Veranstaltungen oder gemeinschaftliche Aktivitäten. Der neue Stadtplatz vermittelt zwischen den großen Baukörpern der Umgebung und den angrenzenden Grünräumen. Als multifunktionaler Ort verbindet er Straßenbahnhaltestelle, Skaterbereich, Café, Sporthalle, Grüninseln und den Aufgang zum Höhenweg. Eine bepflanzte Garteninsel schafft einen geschützten Bereich für Außengastronomie und bildet zugleich den Auftakt einer Promenade entlang des Friedhofs.
Das Café fungiert als kulinarischer Treffpunkt der Anlage und zugleich als neue Eingangshalle der bestehenden Sporthalle. Seine Architektur interpretiert den Typus eines Gartenpavillons oder einer Orangerie neu und schafft eine adressbildende Situation am Stadtplatz.

Der Höhenweg selbst ist nicht nur Verbindung, sondern Aufenthaltsort. Unterschiedliche Stegbreiten ermöglichen Sitzbereiche und gezielte Ausblicke über Sportflächen und Grünräume. Pergolaartige Verschattungselemente und rankende Pflanzen schaffen im Sommer schattige und im Winter sonnige Aufenthaltsbereiche.
Am Herrenberg wird das Quartier auf zwei Ebenen angebunden: an die Stielerstraße sowie an die Promenade des Herrenberg-Zentrums. Diese Promenade verbindet Schule, Kindergarten, Stadtplatz und den Sportplatz auf dem Dach des Kauflands und bildet einen wichtigen Impuls für die zukünftige Entwicklung des ehemaligen Herrenbergcenters.

Auch am Wiesenhügel entsteht ein neuer Auftakt zur Brücke mit einem kleinen Platz, sanierten Wegen und einem barrierefreien Hangweg. Am Fuß des Hügels ergänzt ein neuer Spiel- und Freizeitbereich mit Spiellandschaft, Basketball und Sitztribüne das Angebot.
Als weithin sichtbares Zeichen der neuen Mitte prägt das Brückenbauwerk künftig auch die Skyline von Erfurt-Ost. Den höchsten Punkt bildet der „Wolkenbügel“, eine rund zwanzig Meter über dem Stadtplatz gelegene Aussichtsplattform, die einen Panoramablick über die Stadt eröffnet und eine architektonische Beziehung zur Erfurter Innenstadt herstellt.
Mit dem Höhenweg wird nicht nur eine Brücke zwischen zwei Stadtteilen geschlagen, sondern ein neuer Raum für Bewegung, Begegnung und gemeinschaftliches Leben geschaffen. Die „Neue Mitte Südost“ versteht sich als städtebauliches Versprechen: für Verbindung statt Trennung, für gemeinschaftliche Räume statt Restflächen und für eine Stadt, die zusammenwächst. Der Entwurf ist funktional, nachhaltig und robust – vor allem aber offen für Menschen, Ideen und lebendiges Stadtleben.
Leitender Geschäftsführer:
Philip Norman Peterson
Wettbewerbsteam:
Simon Hawkins

Modellvorhaben Neue Mitte Südost Erfurt
Wettbewerb, 2025
mit A24 Landschaft
Und EiSat Engineered Structures
und VIC | Verkehrs- und Ingenieurbau Consult
Jahr 2024
Nutzung Öffentlicher Raum und Verkehrsanlagen
Im Mittelpunkt des Entwurfs steht ein neues Brückenbauwerk zwischen Wiesenhügel und Herrenberg, das nicht nur einen topografischen Einschnitt überwindet, sondern zugleich eine neue Mitte für zwei bislang getrennte Stadtteile schafft. Die Brücke wird dabei nicht als reines Verkehrsbauwerk verstanden, sondern als begehbarer Freiraum – als verbindender Ort mit eigener Identität, der Stadt, Landschaft und Nachbarschaften miteinander verknüpft.

Über Stege, Aufzüge und barrierefreie Wege wird der Talraum aktiviert und als Treffpunkt, Aufenthaltszone, Spielort, Aussichtspunkt und grünes Rückgrat des Quartiers erlebbar gemacht. Der sogenannte „Höhenweg“ wird dabei zu einem weithin sichtbaren städtebaulichen Zeichen. Seine filigrane Fachwerkkonstruktion interpretiert klassische Brückenarchitektur neu – transparent, leicht und durchgrünt. Rankpflanzen verwandeln das Tragwerk in eine begehbare Gartenskulptur.
Im Zentrum entsteht ein neuer Stadtplatz, der unterschiedliche Programme bündelt: Straßenbahn, Café, Sporthalle sowie Spiel- und Grünflächen. Eine barrierefreie Ebene verbindet die Promenade am Herrenberg-Zentrum mit dem Platz, während der Höhenweg von beiden Talseiten direkt dorthin führt. Die Brücke schafft dabei nicht nur Verbindungen, sondern neue Räume. Aufenthaltsnischen, Aussichtsbalkone und eine „hängende Spielterrasse“ über der Sporthalle zeigen das Potenzial eines dreidimensionalen Stadtraums.

Im Zuge der „Neuen Mitte Südost“ wird auch die bisher autozentrierte Kreuzung von Kranichfelder Straße und Haarbergstraße zu einem multimodalen Stadtbaustein umgebaut. Bestehende Rampenstrukturen werden zurückgebaut, der Straßenraum neu organisiert und zugunsten von Fuß- und Radverkehr sowie Aufenthaltsqualität neu verteilt. Ein Kreisverkehr verknüpft den Kfz-, Rad- und Straßenbahnverkehr effizient miteinander. Die neue Straßenbahnhaltestelle wird zentral zwischen Kaufland und Stadtplatz positioniert und direkt an die Brücke angebunden. Sichere Querungen sowie durchgängige Rad- und Fußwege ergänzen das System.


Es entsteht ein klar strukturierter Verkehrsraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Statt reiner Infrastruktur entwickelt sich ein offenes, durchlässiges Raumkontinuum. Die Brücke wird zur Adresse und Promenade – zu einem neuen Element der Erfurter Skyline und zu einem Ort für Begegnung, Bewegung und Nachbarschaft.
Das Bauwerk selbst wird zu einem wichtigen Freiraum. Aufenthaltsbereiche, Aussichtspunkte sowie Spiel- und Sportangebote sind direkt in die Konstruktion integriert und lassen einen multicodierten, dreidimensionalen Stadtraum entstehen. Gleichzeitig entwickelt sich die Brücke zu einem vertikalen Garten: Rankpflanzen nutzen die Konstruktion als Rankhilfe und verwandeln das Tragwerk in eine lebendige grüne Struktur.

Das Tragwerk ist als modulare Stahlkonstruktion mit einem Raster von 4,40 m konzipiert. Filigrane Fachwerkrahmen ermöglichen große Spannweiten bei geringer Bauhöhe und reduzieren Eingriffe in den Bestand. Vorgefertigte Bauteile sorgen für kurze Bauzeiten und eine montagefreundliche Umsetzung. Das Tragwerk ist langlebig, wartungsarm und transparent gestaltet, was zugleich zur sozialen Sicherheit im Raum beiträgt. Alle verwendeten Materialien sind recycelbar, die Konstruktion ist modular rückbaubar und integraler Bestandteil eines nachhaltigen Gesamtkonzepts aus Entwässerung, Oberflächenschutz und Begrünung.
Bereits durch die Positionierung des Bauwerks entstehen neue Raumkanten und eine klare Struktur der Freiräume. Orte zum Verweilen, für spontane Begegnungen, Sport oder gemeinschaftliches Gärtnern werden miteinander verbunden. Sobald man das Bauwerk betritt – am Herrenberg, am Wiesenhügel oder am Stadtplatz – befindet man sich bereits in der neuen Mitte.

Unter dem Höhenweg entsteht mit dem „Offenen Garten“ ein ruhiger Rückzugsraum. Arkaden, Sitzstufen und Bewegungsangebote schaffen Raum für Urban Gardening, Veranstaltungen oder gemeinschaftliche Aktivitäten. Der neue Stadtplatz vermittelt zwischen den großen Baukörpern der Umgebung und den angrenzenden Grünräumen. Als multifunktionaler Ort verbindet er Straßenbahnhaltestelle, Skaterbereich, Café, Sporthalle, Grüninseln und den Aufgang zum Höhenweg. Eine bepflanzte Garteninsel schafft einen geschützten Bereich für Außengastronomie und bildet zugleich den Auftakt einer Promenade entlang des Friedhofs.
Das Café fungiert als kulinarischer Treffpunkt der Anlage und zugleich als neue Eingangshalle der bestehenden Sporthalle. Seine Architektur interpretiert den Typus eines Gartenpavillons oder einer Orangerie neu und schafft eine adressbildende Situation am Stadtplatz.

Der Höhenweg selbst ist nicht nur Verbindung, sondern Aufenthaltsort. Unterschiedliche Stegbreiten ermöglichen Sitzbereiche und gezielte Ausblicke über Sportflächen und Grünräume. Pergolaartige Verschattungselemente und rankende Pflanzen schaffen im Sommer schattige und im Winter sonnige Aufenthaltsbereiche.
Am Herrenberg wird das Quartier auf zwei Ebenen angebunden: an die Stielerstraße sowie an die Promenade des Herrenberg-Zentrums. Diese Promenade verbindet Schule, Kindergarten, Stadtplatz und den Sportplatz auf dem Dach des Kauflands und bildet einen wichtigen Impuls für die zukünftige Entwicklung des ehemaligen Herrenbergcenters.

Auch am Wiesenhügel entsteht ein neuer Auftakt zur Brücke mit einem kleinen Platz, sanierten Wegen und einem barrierefreien Hangweg. Am Fuß des Hügels ergänzt ein neuer Spiel- und Freizeitbereich mit Spiellandschaft, Basketball und Sitztribüne das Angebot.
Als weithin sichtbares Zeichen der neuen Mitte prägt das Brückenbauwerk künftig auch die Skyline von Erfurt-Ost. Den höchsten Punkt bildet der „Wolkenbügel“, eine rund zwanzig Meter über dem Stadtplatz gelegene Aussichtsplattform, die einen Panoramablick über die Stadt eröffnet und eine architektonische Beziehung zur Erfurter Innenstadt herstellt.
Mit dem Höhenweg wird nicht nur eine Brücke zwischen zwei Stadtteilen geschlagen, sondern ein neuer Raum für Bewegung, Begegnung und gemeinschaftliches Leben geschaffen. Die „Neue Mitte Südost“ versteht sich als städtebauliches Versprechen: für Verbindung statt Trennung, für gemeinschaftliche Räume statt Restflächen und für eine Stadt, die zusammenwächst. Der Entwurf ist funktional, nachhaltig und robust – vor allem aber offen für Menschen, Ideen und lebendiges Stadtleben.

Leitender Geschäftsführer:
Philip Norman Peterson
Wettbewerbsteam:
Simon Hawkins